Beschaffungseinblicke 20. Juli 2026

Warum immer mehr Käufer von Zutaten vor der Preisgenehmigung nach dem Echtheitszertifikat der aktuellen Charge fragen

COA-Anfragen für aktuelle Chargen werden zu einem praktischen Schritt bei der Lieferantenbewertung und helfen Käufern, die Qualität mit der Realität zu vergleichen, anstatt nur Produktnamen und Standardspezifikationen zu vergleichen.

Warum immer mehr Käufer von Zutaten vor der Preisgenehmigung nach dem Echtheitszertifikat der aktuellen Charge fragen

Bei der Preisgenehmigung geht es nicht mehr nur um den Preis

Für viele Käufer von Pflanzenextrakten, Fruchtpulvern und Pflanzenproteinen hat sich die Angebotsphase geändert. Ein niedriger Stückpreis reicht nicht aus, wenn der Käufer auch Nachweise für Analyse, Mikrobiologie, Feuchtigkeit, Kontaminationsgrenzwerte und Chargenkonsistenz benötigt.

Aus diesem Grund verlangen immer mehr Beschaffungs- und Qualitätsteams vor der endgültigen Preisgenehmigung ein Echtheitszertifikat der aktuellen Charge.

Standardspezifikationen sind nützlich, Batch-Daten sind jedoch aussagekräftiger

Ein Standard-Spezifikationsblatt beschreibt, was das Produkt erfüllen sollte. Ein COA der aktuellen Charge zeigt, was eine echte Charge tatsächlich getestet hat.

Beide Dokumente sind wichtig, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen.

  • Lastenheft: Was ist der Zielstandard?
  • Echtheitszertifikat der aktuellen Charge: Was zeigt diese Charge eigentlich an?
  • TDS: Wie wird das Produkt hinsichtlich Anwendung und Handhabung beschrieben?
  • Belege: Was benötigt der Zielmarkt oder die Zielmarke?

Wenn Käufer zwei Lieferanten vergleichen, kann ein chargenspezifisches Echtheitszertifikat Unterschiede aufdecken, die ein Produktname nicht erkennen kann.

Was Käufer normalerweise bestätigen möchten

Die COA-Überprüfung der aktuellen Charge ist besonders nützlich, wenn das Material Angaben zu aktiven Markern, strenge mikrobiologische Anforderungen, eine empfindliche Farbe oder einen empfindlichen Geschmack oder marktspezifische Grenzwerte für Schadstoffe aufweist.

Zu den üblichen Kontrollpunkten gehören:

  • Aktiver Marker oder Testergebnis
  • Feuchtigkeit oder Trocknungsverlust
  • Gesamtkeimzahl, Hefe und Schimmel
  • E. coli und Salmonellen
  • Blei, Arsen, Cadmium und Quecksilber
  • Gegebenenfalls Rückstände von Pestiziden
  • Chargennummer und Produktionsdatum

Warum Lieferanten COA-Anfragen als Teil des Kaufprozesses behandeln sollten

Für einen ernsthaften B2B-Käufer ist die Forderung nach einem Echtheitszertifikat der aktuellen Charge kein Misstrauen. Es ist Teil der internen Genehmigung. Das Einkaufsteam muss möglicherweise Dokumente mit Qualitäts-, F&E-, Regulierungs- oder Markenmanagementteams teilen, bevor es eine Bestellung ausgibt.

Lieferanten, die klar antworten, können wiederholte E-Mails reduzieren und den Entscheidungszyklus verkürzen.

Eine bessere Möglichkeit, ein Echtheitszertifikat anzufordern

Käufer können die Anfrage effizienter gestalten, indem sie Folgendes hinzufügen:

  • Produktname und Zielspezifikation
  • Erwartete Bestellmenge
  • Zielmarkt
  • Verwendungszweck
  • Erforderliche Testgegenstände
  • Ob das Echtheitszertifikat mit der Lagercharge oder der nächsten Produktionscharge übereinstimmen soll

NutraDays-Ansicht

Wir empfehlen, die COA-Überprüfung als Beschaffungskontrollpunkt und nicht als Formalität zu behandeln. Es hilft beiden Seiten zu klären, ob die Charge, die Dokumente, die Spezifikation und der Handelsweg vor der Zahlung oder dem Versand übereinstimmen.